Wappenbeschreibung
Durch eine eingeschweifte rote Spitze, darin ein silberner Leerschild, gespalten von Silber und Gold; vorne ein rotes Patriarchenkreuz, hinten ein aus dem Schildrand wachsendes schwarzes Zahnrad.
Wappengeschichte
Der leere silberne Wappenschild in der eingeschweiften roten Spitze steht stellvertretend für alle die Orte in den deutschen Ostgebieten, aus denen im Jahr 1951, dem Jahr der Gemeindegründung, 93 Prozent der Bevölkerung Neutraublings stammten. Die Gemeinde war seit 1945 aus einer Ansiedlung von Heimatvertriebenen auf dem zerstörten Flugplatz Obertraubling entstanden. Das rote Patriarchenkreuz im vorderen Teil erinnert an die Regensburger Klöster, insbesondere an das Kloster Heilig Kreuz, das vom Mittelalter bis zu Beginn des 19. Jahrhundert der wichtigste Grundherr im Bereich Birkenfeld, dem heutigen Neutraublinger Stadtgebiet, war. Der Ort Pirka war 1935 bei Anlage des Flugplatzes abgesiedelt worden. Auch die Klöster St. Emmeram, Obermünster und Prüfening waren hier begütert. Die enge historische Verbindung mit der Gemeinde Obertraubling kommt darin zum Ausdruck, dass das rote Dreifachkreuz in Silber auch dort im Gemeindewappen geführt wird. Das aus dem Schildrand wachsende schwarze Zahnrad verweist auf die große Bedeutung vor allem der metallverarbeitenden Industrie für die Entwicklung der Stadtgemeinde. Die Farben Schwarz, Rot und Silber erinnern zudem an das Wappen der Haidauer; diesem Adelsgeschlecht war im 13. Jahrhundert das wittelsbachische Amt Haidau übertragen worden, zu dem auch das Gebiet um Neutraubling gehörte.
Wappendaten
Wappenführung seit 1969
Rechtsgrundlage: Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung des Staatsministeriums des Innern
Beleg: Ministerialentschließung vom 21.08.1969
Elemente aus Familienwappenvon Haidau
Quelle: www.hdbg.de
